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Ökologische Fußabdrücke

Ich höre im Radio:
„Der Welt-Klimarat legt seinen jüngsten Bericht vor:
Wir fliegen mehr, wir essen mehr Fleisch und produzieren Allgemein mehr CO2. Es ist so, als wäre es fünf vor zwölf und wir werfen die Uhr weg!“

Es wird im Laufe der Diskussion viel über Verzicht gesprochen, um den Klimawandel aufzuhalten.
Die Dinge, auf die verzichtet werden müssen, erscheinen mit jetzt gerade wahrlich absurd. Man solle doch weniger mit dem Flugzeug in den Urlaub und öfter mal mit der Bahn statt mit dem Auto fahren, nicht so viel konsumieren und weniger Energie verbrauchen.
Ich verstehe das Wort „Verzicht“ im Angesicht unseres Laufens nicht.
Es ist von einem CO2-Rechner die Rede, der beim Bundes-Umweltamt zu finden ist. Ich probiere spaßeshalber mal aus, wie unser CO2-Schnitt hier beim Laufen ist. Natürlich liegen wir jetzt gerade unter der Hälfte des Welt-Durchschnitts und bei einem Viertel des deutschen. Da ist also einiges möglich. Aber darauf will ich gar nicht hinaus. Ich will auch nicht damit sagen, dass irgendwer so leben sollte. Worauf ich hinaus will ist, dass es eine Bereicherung und ein Geschenk sein kann, sich zu reduzieren und zu konzentrieren. Ich muss auf nichts verzichten, ich brauche einfach vieles gar nicht mehr. Ich brauche keinen Urlaub. Mir geht es beim Laufen viel besser, wenn ich kein Fleisch esse. Ich verbrauche extrem wenig Wasser, kaum Strom und keinen Treibstoff. Ich bin so voller Erlebnisse, dass es mich nicht nach Unterhaltungsmedien oder anderem Konsum dürstet. Ich hinterlasse fast täglich 30.000 Fußabdrücke, mein ökologischer Fußabdruck jedoch ist sehr, sehr klein und es geht mir so gut dabei, wie selten zuvor. DARAUF zu verzichten, das wäre wirklich schwer.

„Doch trotz allem wird es nicht reichen, wenn wir jeder nur für sich Verantwortung übernehmen. Irgendwann werden wir auch gemeinsam die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ändern müssen, wenn wir unseren Kindern in die Augen schauen wollen.“
So ähnlich endete der Beitrag und ich denke mir: Also, wenn jeder einzelne wirklich tut, was er kann, werden sich die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Systeme schon anpassen, da mache ich mir doch gar keine Sorgen. 😉

– von Jan

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